Alles über Schnittschutzhandschuhe: Anwendung, Schutz und Kriterien
Schnittschutzhandschuhe gehören zu den wichtigsten Elementen der persönlichen Schutzausrüstung und sind in vielen Branchen unverzichtbar. Besonders in Bereichen wie Metallverarbeitung, Bau, Glasindustrie oder Lagerlogistik könnten laut Arbeitsschutzforschung bis zu 60–70 % der Handverletzungen durch geeignete Handschuhe vermieden werden.
Dieser Leitfaden zeigt, welche Schnittschutzklassen es gibt, welche Materialien sinnvoll sind und wie du den passenden Handschuh für deinen Arbeitsbereich auswählst.
Bedeutung und Einsatz von Schnittschutzhandschuhen
Schnittschutzhandschuhe sollte man immer dann tragen, wenn ein erhöhtes Risiko für Schnitt-, Riss- oder Durchstichverletzungen besteht. Besonders im beruflichen Umfeld sind sie unverzichtbar – denn ein Großteil aller Handverletzungen entsteht durch scharfkantige Werkzeuge, Bleche oder Glas. Laut Arbeitsschutzforschung könnten bis zu 60–70 % der Handverletzungen durch geeignete Schutzhandschuhe verhindert werden.
Die Hände gehören außerdem zu den am häufigsten verletzten Körperteilen laut aktueller Unfallstatistik.
Schnittschutzhandschuhe bieten:
- eine deutlich reduzierte Verletzungsgefahr
- besseren Halt und präziseres Arbeiten
- höhere Produktivität durch weniger Ausfälle
Typische Situationen, in denen Schnittschutzhandschuhe getragen werden sollten
- Umgang mit scharfen Werkzeugen
Messer, Cutter, Klingen, Spachtel, Schaber - Arbeiten mit Metall oder Blech
scharfkantige Stahlteile, entgratete und unentgratete Blechkanten - Glasbearbeitung und Glashandling
Glasplatten, Flaschen, zerbrochenes Glas - Montagearbeiten mit Bauteilen mit scharfen Kanten
Maschinenbau, Automobilindustrie - Lebensmittelverarbeitung
Metzgerei, Zerlegung, Küchenmesser - Bau- und Handwerksarbeiten
Holz, Kabel, Rohre, scharfkantige Baustoffe - Logistik & Verpackung
Kartonschneiden, Umreifungsbänder, scharfkantige Verpackungen - Sicherheitsdienste & Polizei
Schutz vor scharfen Gegenständen, Werkzeugen oder improvisierten Klingen
Wovor schützen Schnittschutzhandschuhe?
Schnittschutzhandschuhe schützen vor einer Vielzahl mechanischer Risiken. Je nach Material und Stärke bieten sie Schutz vor:
1. Schnitten
- Scharfe Gegenstände wie Messer, Blechkanten, Glas oder Messerwerkzeuge sind die häufigsten Unfallursachen.
2. Riss- und Abriebverletzungen
- Robuste Fasern wie Kevlar oder Dyneema sind besonders abriebfest und halten hoher Reibung stand.
3. Durchstichverletzungen
- Metallgewebe oder Stahlkernfasern bieten zusätzlichen Schutz gegen spitze Gegenstände wie Glasbruch oder Draht.
4. Verletzungen durch unentgratete Kanten
- Gerade im Metall- und Maschinenbau sind unentgratete Bauteile eine häufige Gefahr.
5. Hitzebelastung (je nach Material)
- Aramidfasern wie Kevlar sind hitzebeständig und schützen vor thermischen Risiken.
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Schnittschutzklassen nach EN 388 / ISO 13997: Bedeutung und Einsatz
| Klasse | Widerstandskraft (Newton) | Erläuterung | Typische Einsatzbereiche |
|---|---|---|---|
| A | ≥ 2 N | Grundschutz für geringes Schnittrisiko. Hohe Beweglichkeit und gutes Tastgefühl, jedoch nicht für sehr scharfe Kanten gedacht. | Verpackung, einfache Sortier‑/Handlingarbeiten, Kommissionierung. |
| B | ≥ 5 N | Erhöhter Basisschutz bei leichten mechanischen Risiken. Geeignet, wenn gelegentlich mit schärferen Kanten gearbeitet wird. | Montage, Logistik, allgemeine Werkstatt‑ und Lagerarbeiten. |
| C | ≥ 10 N | Solider Allround‑Schnittschutz mit gutem Kompromiss aus Sicherheit und Beweglichkeit. | Handwerk, Bau, Gartenbau, häufiger Umgang mit Werkzeugen und Materialien mit moderater Schärfe. |
| D | ≥ 15 N | Hoher Schutz für Arbeiten mit ausgeprägter Kantenschärfe oder erhöhtem Schnittdruck. | Kunststoff‑ und Metallbearbeitung, Zuschnitt, Instandhaltung mit scharfkantigen Bauteilen. |
| E | ≥ 22 N | Sehr hoher Schnittschutz für anspruchsvolle industrielle Aufgaben; dennoch auf gute Griffigkeit ausgelegt. | Maschinenbau, Wartung, Montage an Bauteilen mit sehr scharfen Kanten, Glasverarbeitung. |
| F | ≥ 30 N | Maximales Schutzniveau der EN 388 (ISO 13997). Für extreme Schnittrisiken und dauerhaft scharfkantige Materialien. | Hochrisiko‑Bereiche: Blechbearbeitung, schwere Metallverarbeitung, großformatige Glasplatten. |